Webseite von Alfred Hein

www.besseringen-online.de
© Copyright Alfred Hein
1999 - 2017

Besseringen/Saar
Ortsteil der Kreisstadt Merzig
staatl. anerkannter Erholungsort
Partnergemeinde Linsengericht/Hess.


© Copyright Alfred Hein
1999 - 2017

Menü

Startseite

Bürgermeister/OV

Geschichte

Wappen

Kontakt

Besseringen/Saar ist einer von 17 Ortsteilen der Kreisstadt Merzig; im "Grünen" Kreis Merzig-Wadern, im nördlichen Saarland. Aufgrund der exklusiven Lage im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Luxemburg, war die Gegend immer ein Zankapfel der jeweils Mächtigen. Daher auch die wechselvolle Geschichte der Orte Besseringen und Ponten, die heute unter Besseringen zusammengefasst sind.
Der Verfasser dieser Seiten hat mit Hilfe versch. Chroniken des Ortes versucht, die Geschichte lebendig werden zu lassen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Das Internet als weltumspannendes Netz und riesiger Datenspeicher erscheint mir dazu bestens geeignet diese Informationen zu veröffentlichen und damit allen zugänglich zu machen, die heute in der ganzen Welt leben und ihre Wurzeln hierher zurückverfolgen können.
Ich danke allen Personen, die vor mir sich mit diesem Thema befasst und die Daten zusammengetragen haben. Sie alle haben mir damit die Arbeit sehr erleichtert. Besonderen Dank gilt den Verfassern - und hier ganz besonders der Besseringer Lehrerin Frau Gretel Schreiner für ihre immense Fleissarbeit - von "900 Jahre Besseringen/500 Jahre Kapelle Besseringen" - erschienen im Jahre 1997 im Druckhaus Fassbender in Mettlach-Weiten.

Zeittafel Besseringer Geschichte

500-300 v. Chr.
Früheste Kunde aus der Geschichte unseres Dorfes geben
1 .) das keltische Fürstengrab auf dem Müllerküppchen. Beigaben: ein prachtvolles goldenes Diadem (als Beutekunst in Russland), eine bronzene Schnabelkanne, Beschläge eines 2-rädrigen Prunkwagens (im Museum in Trier)
2.) 2 Hügelgräber (11 x 9 m) in Lindscheid.
54 v. Chr.
bis etwa
450 n. Chr.
3.) Die Römer unterwerfen und romanisieren die Kelten im linksrheinischen Gebiet. Aufschwung in Ackerbau und Obstanbau, in Handel und Verkehr, im Hausbau.
Funde: Römische Villa mit Bronzestier - Mühlen-/Waldstrasse, Römische Ziegelei - Fahrfelder, röm. Gräberfeld am Fusse des Kieselbergs, 3 röm. Steinsärge - Kreimertsberg (im Museum in Trier).

Anfang 4. Jhdt.
Von Trier aus verkündet Quiriakus als erster das Christentum in unserer Heimat an der Saar.

im 4. + 5. Jhdt.
Im Laufe der Völkerwanderung verdrängen germanische Stämme die Römer und besiedeln unsere Heimat.

406
Germanische Vandalen ziehen durch das Saartal gen Trier.

Mitte 5. Jhdt.
Franken vom Mittelrhein verdrängen die Römer und besiedeln mit Alemannen vom Südwesten das Saarland.

um 500 n. Chr.
Bazhero, fränkischer Sippenführer, gründet Bazzeringa, unser Dorf; (1398 geht das "Betzart-Gut" als Lehen an die Abtei zurück).

695
Der fränkische Herzog Lutwinus gründet die Abtei Mettlach und beschenkt sie reich mit 1000 Mansen Land ( 1 Manse = 64 Morgen).

782
bestätigt Karl der Grosse mit den Grossen des Reiches auf dem Gerichtstag zu Diedenhofen dem Trierer Erzbischof Weomad den Besitz der Abtei Mettlach.

802
Der fränkische Kaiser Karl der Grosse schenkt dem Bischof von Trier das grosse Waldgebiet zwischen Saar, Prims und Mosel bis zur Linie Büschfeld-Merzig, seither Besseringer Forsthuber.

846
Nach der Teilung des fränkischen Reiches fällt Besseringen an das Mittelreich, an das Herzogtum Lothringen, seither lothringische Vogteileute im übrigen Besseringen.

925
Heinrich I., der Vogler, 1 . König des Deutschen Reiches, verbindet Lothringen mit dem Deutschen Reich.

seit 802
sind die Besseringer zweigeteilt in lothringische und trierische Untertanen.

bis 1778
Für die lothringischen Vogteileute ist der Amtmann in Siersburg zuständig, für die trierischen Forsthuber der Amtmann in Saarburg. Bis zum Teilungsvertrag im Jahre 1778 währen die Streitigkeiten zwischen Lothringen - ab 1766 Frankreich- und Kurtrier um die Feststellung der Landesgrenzen, der beiderseitigen Hoheitsrechte und die daraus erwachsenden Einkünfte.

1016
Der Bischof von Trier lässt die Burg Skiva, altes Besitztum ardennisch-lothringischer Grafen, zerstören.

1095
Bezzeringa wird erstmals urkundlich erwähnt in einer "Güterrolle" derAbtei Mettlach.

1190
Arnulf von Walcourt erbaut auf den Trümmern der Burg Skiva die Burg Montclair, mit der Burg Eltz die grösste des Trierer Landes.

1230
inkorporiert Erzbischof Theoderich von Trier die Kirche St. Gangolf in die Krankenstube der Abtei Mettlach, da sie von alters her dazu gehörte.

1264
gibt Guido von Clermont, Herr von Montclair, der Kirche zu Mettlach als Almosen 3 Malter Korn etc. in die Mühle zu Borrenbag bei Besseringen.

1277
verzichtet der luxemburgische Gaugraf im unteren Saargau auf seine Rechte zugunsten des Herzogs von Lothringen.

1329
Abteiliche Bücher erwähnen Ortsteile von Besseringen: Ponten, Hinterst Ponten, Ouer-Besseringa, Nederbesseringa.

1351
Kurfürst Balduin von Trier belagert und besiegt den Ritter Jakob von Montclair, der im Einvernehmen mit Lothringen die trierische Oberhoheit im Bezirk Merzig-Saargau mit Füssen tritt.

1368
Einigung zwischen Kurtrier und Lothringen im Kondominium = in der Gemeinherrschaft Merzig-Saargau, endlich! - aber nicht unendlich!

1370
fasst die Abtei Mettlach schon die Güter in Besseringen zu einem Gut zusammen; 1489 übernehmen 2 Besseringer Pächter das Gut auf 18 Jahre; Pachtzins: 6 Malter Korn (1 Malter = 8 Sester = 2,4 Ztr.).

1488
Die Abtei Mettlach überlässt die Fähre zu Ponten dem Peter daselbst auf 16 Jahre für 3 Gulden u. 16 Alben.

1497
Die Besseringer Kapelle wird erbaut. In der Gründungsurkunde, dem Stiftungsbrief, stiftet die Gemeinde Besseringen durch den Zender Peter zu Ponten mit Mayern u. Schöffen die Wochenmesse in die Kapelle, dazu als Pfründe 2 Wiesen.

1524-25
Während der Bauernkriege besetzen lothringische Bauern die Burg Montclair.

1528
Die Besseringer Mühle geht in den Besitz des lothringischen Amtsmanns Cicignon über.

1545
am 15.10. verkauft der Erzbischof von Trier die Besseringer Forsthube fur 1000 Gulden an die Abtei Mettlach.

1590
Die Abtei Mettlach verleiht "das Fahr zu Ponten" mit Zubehör dem Ponten Claissen auf 6 Jahr für 200 Eier, 4 Thaler etc.

1594
Akten des lothringischen Amtmanns in Siersburg (Archiv zu Nancy) berichten von Hexenprozessen gegen mehrere Hexen auf der Besseringer Vogtei, 1594 gegen die Frau des Schweinehirten. (Folterung, Verbrennung am Galgenberg), weitere Prozesse um ca. 1600.

1618-48
Der 30jährige Krieg bringt fortlaufend Besatzung und Abgaben,Plünderung und Zerstörung, Not und Tod. Von 17 lothringischen Haushalten im Jahr 1519 gibt es 1663 nur mehr 2, von 20 trierischen zu Beginn des Krieges überlebten 4 das Ende 1648.

1635-38
hielt die Pest reiche Ernte unter den durch Hunger geschwächten Einwohnern.

1654
besetzt der französische König Ludwig XIV. Lothringen und alle dazu gehörigen Dörfer, auch Ponten-Besseringen. Eine grosse überschwemmung vergrössert die Not, die den Bewohnern durch hohe Abgaben entstanden ist.

1665
Die Abtei Mettlach erwirbt die zerstörte Besseringer Mühle vom Junker Johannes Alexander von Cicignon.

1671
Trotz aller Not halten die Besseringer einen Schulmeister. Johann Hector Stein wird 1671 erstmalig erwähnt im Pfarrregister von St. Gangolf. Er starb 1719.

1667-68
1672-78
1680
1688-97
Ludwig XIV. sucht, das französische Gebiet zu erweitern,
- durch den 1 . Raubkrieg,
- durch den 2. Raubkrieg.
Reichstruppen unter Führung des lothringischen Herzogs Karl V. kämpfen gegen die französischen Truppen.
- durch die Reunion, d.h. Wiedervereinigung von Lothringen und aller jemals mit Lothringen verbundenen Gebiete mit Frankreich.
- durch den 3. Raubkrieg.

1677
Auf der Flucht vor den siegreichen Reichstruppen legten die Franzosen einen Wüstungsgürtel im Saarland an. Am 6. Februar 1677 verbrannte eine Gruppe französischer Soldaten unter Führung ihres Hauptmanns, nachdem sie alles Heu und Vieh requiriert hatten, erst unser Dorf Besseringen, danach Mettlach und am Nachmittag Merzig von allen vier Enden her. Die armen Leute hatten bei Hochwasser und Kälte kein Dach überm Kopf, kein Korn für Brot. Ein Flugblatt rief die Deutschen zur Hilfe auf für die Opfer des "Mordbrandes" zu Merzig, Mettlach, Besseringen usw. bis St. Wendel.

1697
Der Friede von Ryswik zwingt Frankreich, seine Eroberungen zurückzugeben.

1709
Als Folge des Spanischen Erbfolgekrieges gibt es immer wieder Einquartierung mit drückenden Abgaben von Naturalien und Geld. Dazu kommt eine arge Hungersnot nach ungewöhnlich kaltem Winter und ebenso ungewöhnlich trockenem Sommer.

1740-84
Aus Besseringen zogen Einzelpersonen und Familien, manche mit 7 Personen, bis kurz vor Ausbruch der französischen Revolution (1789) über Wien in die von den Türken zurückeroberten Gebiete des nördlichen Balkans.

1754
Im Dezember kam aus dem Banat-Temeswar der Schneider Joh. Cleemann mit einer Vollmacht seiner Frau Maria Heynen nach Besseringen zurück, um bei deren Bruder Matthias Hein ihr Erbteil zu fordern. Bestens unterstützt von der kurfürstlichen Regierung zog er mit 91 Rth "zurück ins Banath".

1766
Lothringen fällt als Erbe des letzten Herzogs Stanislaus Leszynski an Frankreich. Die lothringischen Untertanen auf der Vogtei in Besseringen sind also französisch.

1775
Die jetzige Gangolfskirche wird erbaut.

1778
Durch den Teilungsvertrag zwischen Kurtrier und Frankreich fallen alle Orte rechts der Saar - auch Besseringen - an Kurtrier, die links der Saar an Frankreich.

1779
Am 2. Januar 1779 erfolgt die feierliche Besitzergreifung unserer Heimat durch Kurtrier und die begeisterte Huldigung der Untertanen in der St. Gangolfskirche.

1794
Französische Revolutionstruppen besetzen das Kurfürstentum Trier.

1792/94
Der Unteroffizier Peter Welsch aus Besseringen schlägt sich tapfer bei den Abwehrkämpfen im Merziger Raum.

1794
Unter der französischen Herrschaft erfolgt die Aufhebung der geistlichen Herrschaft, die Aufhebung der Klöster (Abtei Mettlach) und ihre Enteignung zugunsten des französischen Staates sowie die Aufhebung jeglicher Hörigkeit der Untertanen.

1795
Besseringen wird Sitz der Bürgermeisterei-Mairie, mit Michel Hoffmann aus Besseringen als Maire, im Königreich Preussen ab 1815-1827 als Bürgermeister, abgelöst durch Herrn Boch-Buschmann. 1847 wurde Mettlach Sitz der Bürgermeisterei.

1800
Einwohnerzahl: 529

1801
Das ganze linke Rheinufer fällt an Frankreich.

1802
gewährt die französische Regierung auf Grund des Konkordats zwischen Napoleon und Papst Pius VII. den ehemaligen Ordensleuten ein Staatsgehalt von 500 frs. jährlich.

1803-14
Versteigerung der klösterlichen Güter.

1803
Am 10. August ersteigert Johann Hoffmann von Dreisbach, Bruder des Bürgermeisters Michel Hoffmann, die Besseringer Mühle als Nationalgut für 3.575 frs., Schätzpreis 900 frs.

1803
Jacques Leistenschneider, Papierfabrikant aus Dillingen, ersteigert die Abtei Mettlach für 12.500 frs.

1809
Herr Boch-Buschmann erwirbt von ihm die Abteigebäude für 22.370 frs. und errichtet darin seine Fabrik, die vielen Besseringern Arbeit und Brot gab und gibt.

1812/13
mussten die kriegstauglichen jungen Männer mit Napoleon nach Russland ziehen. Der Feldzug in die Weite und winterliche Kälte Russlands bedeutete für Napoleon eine totale Niederlage, für die meisten der Soldaten Krankheit und Tod. Der 18-jährige Matth.Strupp kehrte glücklich nach Hause zurück; er wurde 1821 durch eine Treuemedaille des Kaisers Napoleon geehrt. Joh. Philipp Stein kam aus den Kämpfen nicht zurück, wie sicher etliche andere - unbekannte- junge Burschen.

1813/14
sterben in Besseringen, Saarhölzbach und Britten hilfsbereite Frauen und Männer, die todkranke napoleonische Soldaten, per Schiff auf dem Heimweg nach Frankreich, gepflegt hatten, an der Fleckfieberseuche, in Besseringen 25 Personen. Die 9 verstorbenen Soldaten wurden auf geweihter Erde rings um die Kapelle zu Besseringen begraben auf der Flur "Seläcker".

1826
Am 25. April Feuerkatastrophe im Bereich Abtei-, Reihen- heutige Brückenstrasse; die Brandkasse Trier zahlt für 5 betroffene Häuser.

1836
Am 13. Mai Brandkatastrophe im gleichen Bereich; die Versicherung zahlt für 17 verbrannte Häuser.

1844
Gründung 1. Wiesenbauschule durch Wilhelm Tell von Fellenberg.

1848
Im Freiheitsrausch der Revolution liessen sich einige junge Männer durch 2 Hauptführer zu Zerstörungen an den Strassenbarrieren aufwiegeln; betroffen war auch das Barriere Haus auf dem Mühlenberg. Einige junge Burschen wurden in Trier monatelang "eingelocht".

1856
Beginn der Bauarbeiten am Bahntunnel zwischen Besseringen und Mettlach. Er ist mit 1,2 Kilometer Länge der längste Eisenbahntunnel des Saarlandes.

1860
Am 26. Mai erfolgt die Einweihung des Tunnels zwischen Besseringen und Mettlach und damit wird die Bahnstrecke Saarbrücken-Trier eröffnet.

1863
Fund eines keltischen Fürstengrabes mit prunkvollen Beigaben (goldenes Diadem, etruskische Schnabelkanne, Beschläge eines 2-rädrigen Prunkwagens und ein römischer Bronzestier).

1870/71
Deutsch-französischer Krieg, 24 Besseringer wurden einberufen. Der siegreiche Kanzler Bismarck ruft im Schloss zu Versailles das 2. Deutsche Reich aus.

1885
Besseringen bekommt eine Haltestelle auf der Bahnstrecke Saarbrücken-Trier.

5.2.1891
Gründung Kirchenchor "Cäcilia" durch Pfarrer Dr. Hüllen, um die kirchlichen Andachten und Feierlichkeiten in der Pfarrei St. Gangolf zu verschönern. Zur Pfarrei zälhten damals die Dörfer Besseringen, Ponten, Dreisbach und Schwemlingen.

1900
Einwohnerzahl: 1774

1903
Am 19. Mai wird die Saarbrücke eingeweiht; Einstellung des Fährbetriebes in Ponten.

1904
Bau einer Wasserleitung - versorgt durch Quellen in der Katzenschleidt und am Mühlenweiher.

1907
Bau der Pfarrkirche.

1914-1918
Erster Weltkrieg - von 367 Einberufenen fallen 62.

1920
Folge des verlorenen Krieges: Bildung des Saargebiets, Verwaltung durch die Regierungskommission des Völkerbundes.

1935
Am 1 . März Rückgliederung des Saargebiets ins Deutsche Reich.

1939-1945
Zweiter Weltkrieg - grosse Schäden im Dorf, von 560 eingezogenen Soldaten sind 166 gefallen.

1945-1957
Zweite Trennung des Saarlandes von Deutschland; am 1.1.1957 nach Abstimmung wieder zurückgegliedert.

Sommer 1954
Der VdK-Landesverband eröffnet das "Haus Sonnenwald" als Erholungsheim für die Mitglieder des Verbandes. Die Einrichtung wird ein voller Erfolg und bringt jährl. bis zu 20.000 Gäste aus der gesamten Republik nach Besseringen. Das Haus veranstaltet viele Familienfeiern und dient vielen Brautpaaren als idealer Ort für die Hochzeitsfeier.

18.3.1956
Primizfeier des Besseringer Bürgers Josef Maas in der Pfarrkirche "Herz-Jesu" unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung.

Anfang 1959
Einsegnung der Kapelle am Schinderberg.

1969
Das Wachstum von Besseringen anhand einiger Einwohnerzahlen ab dem Jahre 1802:
1802: 529 E
1833: 753 E
1843: 878 E
1885: 1212 E
1957: 2664 E
1969: 3260 E
1997: 3362 E (Stand vom 01 .01 .1997).

1974
Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wird Besseringen mit den umliegenden Dörfern in die Stadt Merzig eingemeindet.

1987
Aufnahme freundschaftl. Beziehungen zur Partnergemeinde Linsengericht/Hessen.

1995
Besseringen feiert sein 900-jähriges Jubiläum.

1997
Besseringen wird das Prädikat "staatlich anerkannter Erholungsort" verliehen.

1997
500 Jahre Alte Kapelle.

1997
Einwohnerzahl: 3362

29.08.1999
Orgelweihe der neuen "LINK-Orgel" in der Pfarrkirche Herz-Jesu.

14.12.2000
Besseringen erhält direkten Anschluss an das europäische Autobahnnetz - Verkehrsfreigabe der Querspange A8/B51.

31.12.2001
Einwohnerzahl: 3.189

30.06.2003
Einwohnerzahl: 3.173

30.09.2003
Einwohnerzahl: 3.186

2004
Einwohnerzahl: 3.114

01.01.2005
Einwohnerzahl: 3.149

31.12.2006
Einwohnerzahl: 3.104

30.06.2007
Einwohnerzahl: 3.119

31.12.2008
Einwohnerzahl: 3.035

02.04.2009
Gründung einer "Bürgerinitiative für die Ortsumgehung Besseringen". Nach jahrzehntelangem Hinhalten sind die Bürger des Ortes den starken Verkehr und den damit verbundenen Lärm leid und fordern vehement den Baubeginn noch in diesem Jahr.

04.04.2009
Feiern zum 100-jährigen Bestehen des Turnverein 09 Besseringen e.V.

18.05.2009
Die Pfarrkirche "Herz-Jesu" der Pfarrgemeinde St. Gangolf Besseringen wird 100 Jahre.

19.08.2009
übergabe des Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung B51 durch Ministerpräsident Peter Müller im Landratsamt Merzig. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Ortsumgehung endlich geschaffen und es kann mit dem Bau begonnen werden.

Februar 2010
Beginn der Rodungsarbeiten an der Ortsumgehung B51.

31.12.2010
Einwohnerzahl: 3.015

12.04.2011
Eröffnung Nordic Walkingpark Besseringen durch OB Dr. Lauer.

27.06.2011
Spatenstich zur Ortsumgehung B51 durch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, OB Dr. Alfons Lauer und weitere Prominenz aus Politik und Wirtschaft. Am Tag danach beginnen die Bauarbeiten. Die Fertigstellung ist für Herbst 2013 vorgesehen.

Febr. 2012
1. Nachtumzug in Besseringen veranstaltet durch die Vereinsgemeinschaft Besseringen e.V. Der bisherige jährliche Rosenmontagsumzug wird wegen zu starker Konkurenz in den Nachbarorten auf den Freitagabend vor dem Faschingswochenende verlegt. Die erste Veranstaltung ist ein toller Erfolg.

Juni 2012
Die DB kündigt Lärmschutzmassnahmen an der Bahnstrecke SB/TR an. Die Ankündigung des Baus einer 3m hohen Lärmschutzwand vom Ortseingang aus Richtung Merzig bis zum Tunnel spaltet die Anrainer in Befürworter und in Gegner der Massnahme. Der Baubeginn ist für 2015 geplant.
Eine durch die Stadtverwaltung durchgeführte Befragung der Betroffenen ergibt 63% Zustimmung zur geplanten Massnahme; 33% sind dagegen. Die politischen Gremien Ortsrat und Stadtrat schliessen sich der Mehrheit an.

27.09.2013
Grundsteinlegung Kindercampus Besseringen.
Gut 4,1 Millionen Euro werden in den neuen Kindercampus investiert. Ende kommenden Jahres soll das Haus fertig sein - mit 75 Kindergarten- und 22 Krippenplätzen.

13.12.2013
Fertigstellung und Eröffnung der Ortsumgehung B51 Besseringen durch Staatssekretär Dr. Scheuer und viel Prominenz. Die 3,6 Km lange Entlastungsstrasse für den Ortskern hat 27,2 Mio Euro gekostet. Die Ortsumgehung entlastet den Ortskern erheblich vom LKW- und Durchgangsverkehr.

15.12.2013
Der VdK-Landesverband schliesst das seit 1954 hier betriebene Erholungsheim "Haus Sonnenwald" für immer. Als Grund werden wirtschaftl. Probleme benannt.

Febr. 2014
Das einzige Cafe - Berta's Cafe in der Bezirkstr. - schliesst.

Mitte 2014
Das letzte Lebensmittelgeschäft - Metzgerei Martin in der Bezirkstr. - schliesst.

Mitte 2015
Schreibwaren Hehn, Bezirkstr. schliesst.

Anfang 2016
Die Stadt kauft das leerstehende Erholungsheim "Haus Sonnenwald". Das Haus wird vorrübergehend zur Unterbringung von der Stadt zugewiesenen Flüchtlingen genutzt.
Mittelfristig will die Stadt Haus und Gelände wieder touristisch nutzen.

28.03.2016
Diamantenes Priesterjubiläum des aus dem Ort stammenden Pfarrers i.R. Josef Maas in der Pfarrkirche "Herz-Jesu". Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst fand im Bürgerhaus ein Empfang zu Ehren des Jubilars statt.

27.11.2016
Der Kath. Kirchenchor "Cäcilia" feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der Pfarrkirche. Dabei tritt ein Projektchor, bestehend aus versch. Kirchenchören und weitere Gastsänger auf.

Das Besseringer Wappen

Wappenurkunde Besseringen
Zum Entwurf des Wappens für die Gemeinde Besseringen
Der Entwurf des Wappens für die Gemeinde Besseringen wurde von Dr. phil. A. Jacob, Mondorf, Kreis Merzig-Wadern ausgearbeitet.
Blasonierung:
Schild geteilt, oben in Silber ein wachsender roter Krummstab, beseitet von zwei grünen Eichenzweigen, unten in Blau ein silberner Anker in Pfahlstellung.
Begründung:
Das Wappen nimmt Bezug auf die beiden Siedlungen, aus denen die heutige Gemeinde Besseringen entstanden ist, nämlich Besseringen und Ponten.
Das alte Besseringen verdankt seinen Ursprung den sogenannten Forsthufen, die Karl der Grosse und die Frankenkönige der trierischen Kirche geschenkt bzw. bestätigt hatten, und auf denen erzbischöfliche Dienstleute als ("Forsthufer") angesiedelt wurden. An diese Forsthufen erinnern die Eichenzweige auf dem Wappen, die aber auch die Bedeutung der Lohschäl-Waldungen für das alte Besseringen festhalten wollen.
Der Abtstab erinnert an die Zeit, da der Abt von Mettlach Grund- und Bannherr in Besseringen war, soll aber auch die kirchlich-kulturellen Beziehungen des Dorfes zur Abtei versinnbilden, da die Mönche von Mettlach die Pfarrei St. Gangolph - Besseringen betreuten.
Der Ortsteil Ponten aber hat seinen Namen offenbar von dem Fährschiff, das hier dem Verkehr über die Saar diente und allgemein "Pont" - vom lateinischen: Pons = Brücke - genannt wurde. Deshalb steht im Wappen der Anker als Sinnbild des Fähr- und Schiffahrtswesens, in dem ein Teil der Einwohnerschaft sich betätigte.
Wappen von Besseringen

Die Bekanntmachung über die Verleihung des Wappenrechts erfolgte im Amtsblatt des Saarlandes, Nr. 154/1957, S. 1164.
Letzte änderung am: 15.12.2016, 18:40:48